“Klimaschutz ist ein Menschenrecht”, sagen die Omas gegen Rechts Vorarlberg. (c) Ruth Kanamüller
Jeden Donnerstag treffen sich die OMAS GEGEN RECHTS Vorarlberg zu einer Mahnwache am Kornmarktplatz in Bregenz. Von 18 bis 19 Uhr gibt es jeweils zu einem bestimmten Thema Reden. Unaufgeregt, aber beharrlich zeigen sie – aus ihrer Sicht – politische Fehlentwicklungen und gefährliche Tendenzen auf.
Am Donnerstag, dem 27. Februar 2025 war das Motto der Mahnwache “Klimaschutz ist ein Menschenrecht”. Als erste Rednerin sprach Elke Capelli, eine der organisierenden Omas gegen Rechts über Klimaschutz, ein Thema, das weder im Wahlkampf noch im neuen Regierungsprogramm eine vorrangige Stellung einnimmt, was Elke Capelli in ihrer Rede sehr bedauert. Weitere Redner*innen waren Martina Eisendle von Extinction Rebellion und Jürgen Winkler.
Am Donnerstag, dem 6. März 2025 laden die Omas gegen Rechts Vorarlberg wieder zu einer Mahnwache ein. Das ausgewählte Thema ist „Jugendliche treffen auf Rechtspopulismus“.
Am Donnerstag, 27. Februar 2025 feierte das Stück „Gi3F (Gott ist drei Frauen)“ der Autorin der Autorin Kiki Miru Miroslava Svolikova Premiere im Theater Kosmos. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin Svolikova findet in ihren Stücken ganz neue Perspektiven auf aktuelle Themen, sie zeichnen sich durch eine klare Sprache, Intelligenz und Humor mit Tiefgang aus.
Drei Göttinnen probieren sich hier aus und experimentieren mit der Erde. Die Solidarität unter ihnen ist stark. Sie suchen nicht nach Schuldigen und sie können auch Fehler zugeben und versuchen auch diese zu korrigieren. Es gibt also noch eine Chance für die Erde, oder?
“Deine Werte. Unsere Demo für mehr Menschlichkeit in der Politik” lautete das Motto der Demo vom 4.2.2025, die in Bregenz stattfand. An die 700 Menschen versammelten sich am Platz der Menschenrechte am Hafen in Bregenz und marschierten dann bis zum Vorarlberger Landhaus.
Der Termin war sehr bewusst gewählt: Genau 25 Jahre nach der Angelobung der ersten schwarz-blauen Bundesregierung. Damit sollte auf die Gefahren aufmerksam zu machen, die von einem weiteren Rechtsruck ausgehen. Angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen – sowohl in Österreich als auch international – sei es dringend nötig, Haltung zu zeigen. Organisiert wurde sie von der Pattform “uns reicht’s – es reicht für alle“.
Der Fokus der Demo lag auf den Themen
– Menschenrechte: im Besonderen Schutz und Achtung von Frauenrechten, queeren Rechten sowie sexueller und reproduktiver Gesundheit.
– Demokratie und Pressefreiheit: Einhaltung demokratischer Prinzipien und Unabhängigkeit der Justiz.
– Soziale Gerechtigkeit: Bekämpfung von Ungleichheit statt ihrer Verschärfung.
– Bekämpfung der Klimakrise: Investitionen in eine nachhaltige Zukunft statt Rückkehr zu alten Abhängigkeiten.
Am Donnerstag, dem 23. Jänner 2025 trafen sie sich wieder, die OMAS GEGEN RECHTS Vorarlberg. Treffpunkt war wie immer der Kornmarktplatz in Bregenz, der Zeitpunkt 18 Uhr. Thema der Kundgebung war diesmal die Pressefreiheit.
Im Beitrag zu hören sind Cornelia Caldonazi mit Informationen zur aktuellen Stand der Pressefreiheit in Österreich, Elke Capelli mit der “Erklärung des „Vereins der Chefredakteur:innen“ zur Bedrohung der Pressefreiheit in Österreich” und Elke Paris mit Gedanken zur Pressefreiheit und wie jede und jeder von uns sie schützen kann.
Zum Abschluss der Kundgebung der Omas gegen Rechts gab es Ankündigungen für kommende Veranstaltungen:
Die OMAS GEGEN RECHTS Vorarlberg versammeln sich wieder am Donnerstag, dem 30. Jänner 2025 in Bregenz am Kornmarktplatz, um 18 Uhr und freuen sich über viele Teilnehmer*innen der Kundgebung!
Und zum Vormerken ist der Termin am 4. Februar 2025. Da gibt es eine Veranstaltung am Platz der Menschenrechte in Bregenz zum Thema “Unsere Werte”
“Was sind schon eure Worte gegen meine Sinne?”, sagt Maria Fliri als Katze Eleonore (c) Caro Stark
Eleonore ist eine Frau. Bis sie eines Tages merkt, dass sie eigentlich eine Katze ist. Sie lässt sich einen Katzenfellanzug nähen, entmenschlicht sukzessive ihr Ess-, Schlaf- und Sozialverhalten.
In Kopfgesprächen mit Dr. Wildbruch, einem Therapeuten, auf den ihr katzenhaftes Verhalten eine große Faszination ausübt, zeigt sich deutlich, dass auch Eleonores Denken zunehmend dem einer Katze gleicht.
Gleichzeitig bewegt Eleonore sich im Spannungsfeld der Unmöglichkeit, als Mensch tatsächlich eine Katze sein zu können. Die Biologie ist nicht zu überlisten. Trotzdem passt sie sich so weit wie möglich an.
Wie sich die Sinne dabei erweitern und Gesellschaft absolut nebensächlich wird, davon erzählt der Monolog Eleonores mit einer Sprache, die in ihrer filigran poetischen Genauigkeit dem Wesen einer Katze sehr nah kommt – bei aller Ambivalenz.
Denn der Rückzug des Menschen in die absolute Privatheit stellt auch die drängende Frage nach der Verantwortung, die wir im Einzelnen als Teil einer funktionierenden Gesellschaft tragen müssen.
“Der Funke” engagiert sich für Frieden in Palästina und eine Vergemeinschaftlichung der Produktionsmittel. (c) Ruth Kanamüller
Zur Europawahl 2024 gab es eine Kampagne des Europäischen Parlaments. Die Kernaussage lautete: „Nutze deine Stimme. Sonst entscheiden andere für dich“. Diese Aussage ist auch für die Vorarlberger Landtagswahlen am 13. Oktober 2024 und die Nationalratswahlen am 29. September 2024 gültig. Sich über die Parteienlandschaft und die einzelnen Programme zu informieren ist sicher nützlich.
Im Beitrag zu hören ist ein Interview mit einer Genossin von Der Funke und es gibt Informationen zu KEINE VON DENEN, einer neuen Liste, die in Vorarlberg Unterstützungserklärungen für die Nationalratswahl sammelt.
Für die Nationalratswahlen wird www.wahlkabine.at wieder ab Mitte August Inhalte und Orientierungshilfen für Interessierte bereitstellen.
Nach der Ersstausstrahlung kann die Sendung hier nachgehört werden: www.cba.media/669992
Der Workshop “Guerilla Books” wird von Tobias March geleitet. Jeder Termin kann einzeln besucht werden (c) Laura Nußbaumer
Wie sollen wir als Gesellschaft mit wertvollen Ressourcen wie Büchern umgehen, die Gefahr laufen zu Müll/Waste zu werden? Können Bücher recycelt und reused werden? Diese Fragen beantwortet Tobias March im Workshop “Guerilla Books”. Und natürlich wird auch ganz viel gestaltet.
Kursleiter Tobias March freut sich schon auf die Ideen der Teilnemer*innen. (c) Tobias March
Je nachdem, wie “Migrationshintergrund” definiert wird, haben bis zu 42 % der Vorarlberger Kinder und Jugendlichen migrantische Wurzeln.
Am Mittwoch, dem 26. Juni 2024 wurden die Gewinner des Integrationspreis Vorarlberg2024 bekannt gegeben. Das Land Vorarlberg schreibt den Integrationspreis seit 2011 aus, in diesem Jahr zum 6. Mal. Ziel des Preises ist Vereine, Institutionen, Unternehmen oder Einzelpersonen für ihre Initiativen zur Integration auszuzeichnen.
Das Motto des Integrationspreis 2024 war „Aufwachsen in Vielfalt“.
In der Presseaussendung des Landes Vorarlberg steht dazu:
Um Vorarlberg zum chancenreichsten Lebensraum für Kinder und Jugendliche zu machen, braucht es quer durch die Gesellschaft ein breites Engagement, das ein „Aufwachsen in Vielfalt“ ermöglicht. Unter diesem Motto wurden im Rahmen des 6. Vorarlberger Integrationspreises Projekte und Initiativen gesucht, die sich der Integration und dem Zusammenleben von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund in Vorarlberg widmen.”
Insgesamt 27 Projekte wurden für den Integrationspreis 2024 eingereicht – alle sind ausgezeichnet.
27 Projekte von Städten und Gemeinden, Institutionen und Unternehmen und Vereinen wurden eingereicht. Vier davon wurden ausgezeichnet. In der Sendung ist zu erfahren, welche es sind und warum die Jury sie ausgewählt hat.
Zu hören sind Moderatorin Bianca Goldmann, die Musiker*innen und Musikschullehrer*innen Aydin Balli, Dorothea Kügler, Carlos Peralta, Integrationslandesrat Christian Gantner, Magistra Carmen Nardelli von der Koordinationsstelle für Integrationsangelegenheiten, die Jurymitglieder Magistra Heike Mennel-Kopf vom Abteilung Elementarpädagogik, Schule und Gesellschaft (Iia) Fachbereich Jugend und Familie dees Amt der Vorarlberger Landesregierung, Dipl.Soz. Kenan GÜNGÖR vom Büro [think.difference], Experte in Integrations- und Diversitätsfragen, Michael Tinkhauser, Leiter des Bereiches Gesellschaft und Soziales im Vorarlberger Gemeindeverband. Auch einige Preisträger*innen meldeten sich kurz zu Wort.
Löffler sind sehr seltene Durchzügler im Rheindelta (c) Hans Braun
Das Rheindelta ist ein Natura-2000-Schutzgebiet und unterliegt auch der Ramsar-Konvention, hat also den Rang eines international bedeutenden Feuchtgebiets, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Wattvögel. Als eines der wichtigsten Feuchtgebiete Mitteleuropas ist es Rastplatz, Überwinterungs- und Brutgebiet für eine Vielzahl von Vögeln. Flachwasserbereiche, Röhrichte, Feuchtwiesen und Auwälder finden sich hier. Über 300 Vogelarten wurden hier schon gesichtet. Ein wahres Paradies für Ornithologen und Fotograf Hans Braun.
Ein Kuhreiher voll konzentriert auf einen Büffel – oder doch nur die Fliege auf dessen Nase? – aufgenommen in Gaißau (c) Hans Braun
Bei seinen Bildern geht es ihm nicht nur um die Dokumentation der vielfältigen Vogelwelt. Auch auf den künstlerischen Aspekt seiner Fotografien legt Hans Braun großen Wert. Er achtet sehr auf die Bildkomposition, Farbigkeit, Hintergrund und Perspektive und ob das Motiv etwas in ihn berührt. Sein Wunsch ist, dass es den Besucher*innen der Ausstellung auch so geht.
Neben den großformatigen Bildern von Hans Braun sind Zeichnungen von River Laine zu sehen. Der Dreizehnjährige zeichnet immer schon, was ihn interessiert, seit 2023 Gartenvögel, naturgetreu mit Buntstiften auf schwarzem Papier. Das ist eine Herausforderung, die das jungen Talent gut gemeistert hat.
Eröffnet wurde die Ausstellung in der Alten Stickerei in Fußach am Freitag, dem 21. Juni. Vernissagerednerin war Regisseurin Dagmar Ullmann-Bautz.
Die Ausstellung ist noch am 28., 29. und 30. Juni zu sehen, jeweils von 17 bis 21 Uhr. Die Künstler Hans Braun und River Laine sind anwesend. Der Ausstellungsort ist die Alte Stickerei in Fußach, Veranstalter*in ist der Verein VERKNÜPF DICH – Begegnung und Kultur.
Nach der Erstausstrahlung kann der Beitrag hier nachgehört werden: www.cba.media/667992
Eine Geschichte von zwei Menschen, die beschlossen haben, bedingungslos zu sich selbst zu stehen. Vielleicht eine Anregung an sich selbst die Frage zu richten, wie er sie es das eigene Leben leben möchte. Und eine Geschichte über lebenslange Freundschaft und gegenseitige Unterstützung.
Im Sommer 1967 begegnen sich zwei junge Menschen in einem Buchladen in Manhattan. Er hat gerade sein Studium der Werbegrafik geschmissen, sie ist frisch aus New Jersey nach New York gekommen, hat keine Wohnung und ständig Hunger. Sie sind beide jung, mittellos und angetrieben von einer brodelnden Energie: Der absoluten Hingabe an die Kunst.
Es sind der bildende Künstler und Fotograf Robert Mapplethorpe und die Dichterin und Sängerin Patti Smith. Ihre erste Verbindung ist eine persische Halskette in der Abteilung für folkloristischen Schmuck. Sie werden ein Paar, kämpfen gemeinsam um ihren Platz in der Welt der Kunst und ums nackte Überleben. Ihre Beziehung ändert sich ständig und die persische Kette wandert währenddessen zwischen ihnen hin und her. Sie trennen sich, kommen wieder zusammen, haben andere Beziehungen, Robert outet sich als homosexuell, Patti heiratet und bekommt Kinder. Ihre Verbindung aber bleibt bestehen, bis Robert Mapplethorpe 1989 an AIDS stirbt.