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Radioproton das freie Radio
John's Tagebuch
John beginnt auf Empfehlung seines Therapeuten mit dem Tagebuchschreiben. Er steckt in einer Umbruchphase: Nach drei Jahren in der IT hat er gekündigt und arbeitet wieder im Eventbereich. Gleichzeitig erwartet er mit seiner Frau ein Wunschkind. Neben großer Freude empfindet er starken Druck – finanzielle Sorgen, Zweifel an seiner Eignung als Vater und die Angst, seine kreativen Träume zugunsten von Sicherheit aufzugeben.
An seinem ersten Tag als Eventmanager soll er einen Konflikt mit dem Künstler David lösen. Dieser verlangt für seine ausverkaufte Show ein geschütztes „Candlelight“-Konzept, das aus rechtlichen Gründen nicht kopiert werden darf. John versucht einen Ersatz mit Lichterketten, doch David bricht den Auftritt nach knapp 20 Minuten ab. John glaubt, seinen neuen Job bereits verloren zu haben.
Backstage entdeckt er anschließend Unterlagen, die massives Greenwashing innerhalb einer Nachhaltigkeitskampagne belegen. Er nutzt dieses Wissen indirekt als Druckmittel gegenüber seiner Chefin: Er erklärt, er wolle seinen Job behalten und könne die Dokumente „sicher aufbewahren“. Drei Tage später erhält er einen unbefristeten Vertrag. John weiß selbst nicht, ob er darauf stolz sein kann – der Vorgang zeigt seine Fähigkeit zur Problemlösung, aber auch seine Bereitschaft zu moralisch fragwürdigen Abkürzungen.
Der zweite Teil handelt von einer „Komfortzonen-Challenge“ seines Therapeuten. John soll ohne Handy allein in ein Café gehen und mit einem Fremden sprechen. Ausgerechnet seine unbeholfene Frage, warum es in Vorarlberg keine Dragshows gebe, führt zu einem langen Gespräch. Der Fremde baut gerade eine Eventlocation auf und sucht jemanden für den kreativen Bereich. Gemeinsam entwickeln sie Ideen bis hin zu Vorarlbergs erster Dragbar.
Geschrieben von: Rainer Roppele
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