| Neues aus der Plattenkiste und aus dem Netz: THE MOON AND THE NIGHTSPIRIT |
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Sa 16. Juni 2012, 14.00 - 15.00:
Es gibt Musik, die ist schwer zu beschreiben – und noch viel schwerer, in ein gängiges Genre einzuordnen. Aber: will man das überhaupt? In unserem konkreten Fall definitiv nicht, viel aufschlussreicher und interessanter ist es, an dieser Stelle zu beschreiben, was die Musik im Kopf für Bilder erzeugen kann – Musik, die den Hörer mit auf eine imaginäre Reise in eine längst vergangene Zeit, in eine Zeit voller Magie und Zauber nimmt. Eine Reise, die uns in dieser Woche tief hinein in die weiten Landschaften Ungarns und mittelalterliche ungarische Dörfer führt, in denen gerade zu nachtschlafender Zeit Feste gefeiert werden, zu denen ausgelassen getanzt wird...
Ebenso wie die märchenhafte Einleitung klingt auch der Bandname unserer heutigen Vorstellung: THE MOON AND THE NIGHTSPIRIT. Beim ungarischen Duo, bestehend aus Agnes Toth und Mihaly Szabo, trifft eine Mischung aus Akustikgitarren, Violinen, kräftiger Percussion und vielen Blasinstrumenten auf starken männlichen und engelsgleichen weiblichen Gesang, der an Zigeunerlager erinnert, was vor allem an der schamanischen Atmosphäre des Albums liegt – welche einen nicht nur einmal an die sagenumwobenen Karpaten denken lässt. Gleichzeitig könnten die Percussion-Anteile des Sounds oder die mitunter beschwörenden männlichen Vocals aber ebensogut von afrikanischen oder amerikanischen Naturvölkern stammen. Die Musik ist Ausdruck einer starken Naturverbundenheit und altertümlich traditionell, zum Teil auf einer spirituell wirkenden, mystischen Ebene. Die Großteils in ungarischer Sprache verfassten Texte erhöhen hierbei den Reiz des Mystisch-Verborgenen, Geheimnisvollen und längst Vergangenen...
...doch nicht vergessen sind die Klänge aus einer alten, heidnisch-spirituellen Welt, in welcher das Zusammenleben zwischen Mensch und Natur noch nicht von egoistischer Zerstörungswut geprägt war, sondern von einem symbiotischen Geben und Nehmen und dem kreatürlichen Wissen, auf unserem grünen Planten eben NICHT die glorifizierte Krönung der Schöpfung zu sein.
WIR geben euch den musikalischen Leitfaden in Form ihres Albums Ösforrás dazu – Musik ab!!
tracklist:
1. Álomidö 2. Ég Felé 3. Ösforrás 4. Fénybe Térö 5. Bensö Patak 6. Tüzben Születö 7. Alkonyvarázs 8. Hétvilág 9. Földanya Sóhaja 10. Csillag-Ös (exclusive bonus track)
Bild: Album-Cover "Ösforrás" (book-edition) |

